Willkommen beim neuen Stadtmusical!

Glas, Ton und Scherben
KOMM 81

Diesmal geht es ins Jahr 1981. Im selbstverwalteten Kulturzentrum KOMM gegenüber vom Nürnberger Hauptbahnhof geht es wild zu. Eine Explosion von Kreativität und neuen Strömungen!
Kunstwerkstätten, politische Aktivisten, die ersten Computerbastler, homosexuelle Arbeitsgruppe, Hanf-Freigabe-Bewegung – und vor dem Portal hängen die Punks ab.

Das KOMM wird zum Zankapfel der Politik. Und eines Tages – gerade als der junge Alex zum ersten Mal die große Liebe fühlt und vom Idealisten Paul ins Kommunikationszentrum geführt wird, greift die bayerische Polizei nach Hausbesetzer-Demos hart durch. Alle Personen, die sich im KOMM aufhalten, werden festgenommen!

Komm81 - nächstes Musical

Text: Helwig Arenz. Musik und Liedtexte: Verena Guido. Regie: Silvia Ferstl. Kostüme: Christiana von Roit. Bühnenbild: Jens Hübner. Lichtdesign: Alexander Kwick. Choreographie: Sandra Maria Germann. Produktionsleitung: Christoph Ackermann. Foto: Markus Keck Photography

Schirmherrschaft: Bundesministerin a.D. Renate Schmidt

Das Alter ist ein mieser Verräter-einerseits und andererseits eine Lebensphase der Freiheit, denn man muss definitiv rein gar nichts mehr tun, insbesonders nichts, was man nicht will. 
So war meine erste Reaktion auf die Anfrage, die Schirmherrinnenschaft über ein Komm-Musical zu übernehmen “ Schnapsidee, kommt ja überhaupt nicht infrage“.
 
Beim zweiten Lesen der Anfrage habe ich festgestellt, dass sich die Akteure des Stadtmusicals Nürnberg über das Wagnis sehr wohl im Klaren sind: ein unterhaltsames Musical zu schaffen und gleichzeitig den tatsächlichen Ereignissen beginnend mit dem Versuch eine basisdemokratische  Utopie zu verwirklichen über die Massenverhaftungen bis zum Scheitern der Selbstverwaltung und dem Ende des Komm gerecht zu werden.
 
Also gehe auch ich das Wagnis dieser Schirmherrinnenschaft ein, nicht zuletzt, weil ich mich gerne an meine 30er Jahre erinnere.
 
Vom KOMM ist immer als Utopie die Rede, das trifft es aber nicht so ganz, denn eine Utopie ist ein nicht realisierbarer „Nicht-Ort“.
Wenn das KOMM aber etwas war, dann ein handfester Ort, für nicht wenige sogar Heimat mit einem mal mehr, mal weniger realisiertem basisdemokratischem Konzept. Das war in ganz Deutschland (West und Ost) einmalig und hat große Teile meiner Generation im Sinne des Willy Brandtschen “ Mehr Demokratie wagen“ beflügelt.
 
Woran lag es, dass diese Real-Utopie immerhin 23 Jahre Bestand hatte?
Die Ausstellung im Fembohaus in diesem Sommer mit dem Titel „Wenn alles besser wäre-  Eine Geschichte der Nürnberger Utopien“ beschreibt es im Katalogtext so: “ Es entstand ein Geflecht von Gruppen mit ganz unterschiedlichen Anliegen…das Komm-Kino, der Bildungsbereich mit Ausstellungsgruppe, Kreatives Gestalten vom Siebdruck über Töpfern und Schreinern bis zur Glaswerkstatt, ein Fotolabor und eine Steinmetzwerkstatt waren geboten. Legendär waren die Konzerte im Festsaal……Autonome, Menschen, die für die Rechte von Homosexuellen stritten,…die Jusos,oder die Eritrea-Gruppe…..Vor allem aber prägten die Menschen, die das Komm besuchten, die im Chai-Haus sowie auf den Gängen und Steinstufen des Treppenhauses herumsaßen und miteinander redeten die Atmosphäre.“
 
Das Komm war vor allem für Jugendliche (aller Bildungsschichten) Freiraum.
 
Also war das KOMM einerseits gelebte Vielfalt und andererseits gelebte Demokratie und Freiheit.
 
Woran scheiterte diese einmalige, basisdemokratische, selbstverwaltete Utopie, die von dem damaligen Kulturreferenten Hermann Glaser nicht nur geduldet, sondern von ihm und seinen Mitarbeitern Michael Popp und Sigi Kett gefördert wurde?
 
Nicht an den von der Bayrischen Staatsregierung unter Franz Josef Strauß veranlassten Massenverhaftungen 1981, die bundesweites Aufsehen erregten und zeigten, dass unsere Demokratie funktioniert. Keine und keiner der teils minderjährigen 141 Verhafteten wurde verurteilt und das gesamte Verfahren zurück genommen.
 
Auch nicht allein am Machtwechsel im Nürnberger Rathaus und  der von OB Ludwig Scholz geäußerten Absicht “ das Drecksloch Komm“ dicht zu machen.
Das Scheitern war auch bedingt durch die Kompromissunfähigkeit der Kommler, die denen in die Hände arbeitete, in deren Weltsicht das Komm nicht passte, für die Demokratie nur eine Staatsform und nicht auch eine Lebensform war und ist.
 
Und insoweit ist das KOMM und seine Geschichte auch ein Lehrstück für heute. Demokratie muss für alle wieder mehr mit ihrem alltäglichen Leben zu tun haben und darf nicht in der repräsentativen Politik stecken bleiben. Und nicht zuletzt erfordert Demokratie die Akzeptanz der Andersdenkenden und-lebenden und den Kompromiss.
 
Ich bin auf das Musical gespannt und hoffe, dass wir nicht nur beschwingt, sondern mit demokratischem Elan herauskommen.
 
Ein herzliches Glück-Auf!

Kartenvorverkauf ist gestartet!

Vorstellungen vom
28. November bis
17. Januar 2027 .

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Das Erfolgsmusical 2025/26:

Unser Maxl - Max-Morlock-Musical

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USB-Stick mit Videoaufnahme der Premiere von "Unser Maxl"

Der Videomitschnitt von „Unser Maxl – das Max-Morlock-Musical“ kostet 18 € zzgl. Versandkosten und wird auf einem USB-Stick ausgeliefert.

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Die Audio-CD mit allen Ohrwürmern des Musicals können Sie für 18 € zzgl. Versandkosten erwerben.

Das war unser Erfolgsmusical 2025/26:

„Unser Maxl“
Das Max-Morlock-Musical

Unser letztes Musical entstand in Zusammenarbeit mit dem 1. FC Nürnberg und stand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL.

Vom Gassenfußballer und Mechaniker zum gefeierten Weltmeister in Bern, von den Wirtschaftswunderjahren bis zum Lotto-Toto-Laden in den 80ern – Max Morlock war einer der größten Fußballer seiner Zeit und blieb doch seiner Heimatstadt Nürnberg immer tief verbunden.

2025 wäre er 100 Jahre alt geworden – der beste Grund, die Geschichte des Lokalhelden neu zu erzählen: als musikalische Reise durch viele Jahrzehnte, mit großen Gefühlen und mit der Leidenschaft, die Fans und Fußballer verbindet – damals wie heute.

Kinotrailer:

Unser Maxl - Tanz

Medienecho

Nicht nur Clubfans bekommen feuchte Augen! Anschauen!

Nürnberger Nachrichten (vom 01.12.25)

Unsere Veranstaltungen

Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir drei Zusatzvorstellungen an!
Seien Sie dabei und erleben Sie noch mehr Unterhaltung – unvergessliche Erinnerungen garantiert!

Führungen

zur Einstimmung aufs Musical

Wir bieten zwei verschiedene Führungen an. Vor dem Musical zum Club-Museum? Oder doch ins Rot-Schwarze-Quartier?

Unser Maxl

Das Max-Morlock-Musical

Unser aktuelles Musical läuft vom 28.11.25–18.01.26 im großen Saal des Heilig-Geist-Spitals, mit insgesamt über 30 Veranstaltungen.

Tickets

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Wer ist wer?

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Alle unsere Schauspieler finden Sie auf unserer Seite „Musicals – Unser Maxl – Cast“

Führungen

Vor dem Musical zum Club-Museum: Morlock-Biograph Bernd Siegler und Sportreporter-Legende Günther Koch bieten vor den Vorstellungen Führungen zur Geschichte des Vereins und seines berühmtesten Spielers an. Alternativ kann mit Filmemacher Christian Mössner das „Rot-Schwarze Quartier“ besichtigt werden, ein lebendiges, privates Club-Museum mit unerwarteten Schätzen.

Buchen Sie doch gleich Ihr Musical-Ticket zusammen mit einer Führung. Zeitlich ist alles so abgestimmt, dass Sie beides an einem Tag erleben können.

Catering

Vor der Veranstaltung und während der Pause werden Sie von unseren freundlichen Ehrenamtlichen mit verschiedenen Getränken und Brez’n bestens versorgt.

Damit Sie Ihre Getränke in der Pause genießen können ohne sich anstellen zu müssen, bieten wir Ihnen einen Vorbestellservice an.

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